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Läuse oder Flöhe?

Unterschiede und Behandlungswege

Während man Läuse eher beim Menschen und Flöhe von Tieren kennt, können tatsächlich beide Parasiten den Menschen befallen. Beide Krabbeltiere sind sehr „kontaktfreudig“ und wandern gerne von Mensch zu Mensch. Doch wie erkennt man, welche der beiden Begleiter sich gerade auf einem niedergelassen hat?

Laus und Floh: Die Unterschiede

Kopfläuse sind 1-3 mm lange, weiß-bräunliche Gliederfüßer ohne Flügel, die sich mittels eines kleinen Rüssels ausschließlich von Menschenblut ernähren. Der lästige Juckreiz, der bei einem Lausbefall auftritt, wird von den kleinen Stichwunden verursacht. Sie fühlen sich bei Temperaturen rund um 30 Grad Celsius am wohlsten und krallen sich mit ihren kleinen Gliedern am liebsten im Kopfhaar fest. Sie bewegen sich sehr langsam fort und sind auf dem Kopf schwer zu entdecken. Viel häufiger findet man ihre Eier (Nissen), die sie am Haaransatz ablegen, und die dann auf einen Lausbefall hinweisen. Kopfläuse kommen auf der ganzen Welt vor. Sie leben solange auf ihrem Wirt, bis sich ein weiterer anbietet, auf den sie „übersiedeln“ können. Dafür krabbeln die Läuse über einzelne Haare von Kopf zu Kopf – springen können sie nämlich nicht.

Ein Floh ist 1-6 mm groß und hat lange und kräftige Hinterbeine. Er kann rund 20-30 cm weit und hochspringen und unterscheidet sich somit deutlich von Kopfläusen. Wenn ein Floh zubeißt und Blut saugt, kann er das circa 20-fache seines eigenen Körpergewichts aufnehmen1­. Ist ein Mensch von Flöhen befallen, kommen diese meist von Hunden oder Katzen. Sie leben entweder im dichten Fell ihres Wirts, verstecken sich aber auch gerne im Dunklen – etwa im Hunde- oder Katzenschlafplatz oder in menschlichen Betten und den Polstermöbeln – und kommen nur zum Fressen heraus. Daher werden Flöhe so gut wie nie gesichtet, sondern indirekt an ihren Stichen erkannt. Flohstiche findet man meist an den Beinen, wo der starke Juckreiz im schlimmsten Fall durch das Kratzen eine bakterielle Infektion hervorrufen kann.

So wird man die Plagegeister wieder los

Ob Läuse oder Flöhe: Gegen beide kann man etwas tun und ist ihnen nicht hilflos ausgeliefert. Bei Flöhen ist es in allererster Linie wichtig, die Quelle zu finden: Wo kann der Floh herkommen? Hierzu sollte man sämtliche Teppiche, Betten und Polstermöbel gründlich reinigen, das Haustier und seine Schlafstelle untersuchen (lassen) und das Tier ggf. mit einem Anti-Flohhalsband ausstatten. Flohbisse können desinfiziert und gekühlt werden. Bei starker Schwellung sollte jedoch ein Arzt drauf schauen.

Einen Kopflausbefall sollte man nach Entdecken so schnell es geht behandeln. Dafür eignet sich sehr gut ein spezielles Shampoo aus der Apotheke: Licener Shampoo gegen Kopfläuse muss nur einmal angewendet werden, wirkt gegen Läuse sowie ihre Nissen gleichermaßen und ist dabei sanft zur Kopfhaut.