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Behandlung bei Läusen

So können Sie Kopfläuse effektiv loswerden

Besonders bei Kindern kommt es häufig mehrmals im Jahr zu „Läusealarm“. Eltern sind bei der ersten Läuse-Behandlung meist noch unsicher, welches die effektivste Methode zur Entfernung der Kopfläuse ist.

Behandlung bei Läusen: Kopf mit kurzen, feuchten Haaren

Dieser Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten bei der Behandlung von Kopfläusen kann hier gut helfen:

Behandlungsmethoden von Kopfläusen im Überblick

  • mechanisches Entfernen durch Auskämmen
  • Behandlung mit Hausmitteln
  • physikalisch wirkende Mittel
  • chemisch wirkende Mittel

 

Mechanisches Entfernen von Kopfläusen durch Auskämmen

Um Läuse und Nissen aus dem Haar auszukämmen, wird ein feinzinkiger Läusekamm, auch Nissenkamm genannt, benötigt. Dafür wird das Haar Strähne für Strähne durchgekämmt und der Kamm anschließend über ein Küchenkrepp oder Handtuch gestrichen, um die Läuse und Nissen, die in den feinen Zinken hängengeblieben sind, zu entfernen. Am besten benutzt man vor dieser Methode eine Spülung, sodass sich die Haare leichter auskämmen lassen. Das Auskämmen wird heute meist mit anderen Methoden kombiniert, da es als alleinige Behandlungsmethode sehr zeitintensiv ist. Nach der Anwendung eines zum Beispiel physikalisch wirkenden Mittels ist ein Auskämmen ebenfalls sinnvoll, um die toten Läuse und Nissen aus den Haaren zu entfernen. Diese können sich zwar nicht mehr vermehren, die Nissen lösen sich durch ihre besonderen Eigenschaften aber nur schwer aus dem Haar.

Das allein mechanische Entfernen von Kopfläusen wird manchmal bei Schwangeren oder Stillenden angewendet, die keine physikalisch oder chemisch wirkenden Mittel verwenden möchten. Dabei ist es äußerst wichtig, diese Behandlungsmethode konsequent über einen längeren Zeitraum hinweg durchzuziehen, da man bei einem Kämmvorgang nie alle Eier erwischt und deshalb immer wieder neue Läuse schlüpfen können.

 

Die Behandlung von Kopfläusen mit Hausmitteln

Beliebte Hausmittel bei Kopflausbefall sind nach wie vor das Einölen der Haare oder das Auswaschen mit Essig. Dabei sind diese Behandlungsmethoden bei akutem Läusebefall wenig effektiv und werden von Experten nicht empfohlen. Beide Methoden sind zudem sehr zeitaufwendig: Werden die Haare mit Speiseöl, zum Beispiel Olivenöl oder Kokosöl, eingefettet, muss es für etwa acht Stunden auf dem Kopf einwirken und danach aufwendig ausgewaschen werden. Das bedeutet für die ganze Familie meistens Stress und viel Aufwand, der gar nicht notwendig ist – zudem auch nicht garantiert ist, dass durch diese Prozedur alle Kopfläuse abgetötet werden.

Mehr über die Behandlung mit Hausmitteln erfahren

 

Läuseshampoo: Physikalisch wirksam gegen Läuse

Physikalisch wirkende Läusemittel gehören zu der neueren Generation der Behandlungsmethoden eines Kopflausbefalls. Etwa als Shampoo angewendet, verschließen sie die Atemöffnungen der Tiere, sodass diese schon nach kurzer Zeit sterben. Das Besondere an einem modernen Shampoo, wie etwa das von Licener: Es wirkt nicht nur bei Läusen, sondern auch bei deren Eiern. Das bedeutet, dass bei diesem Mittel nur eine Anwendung erfolgen muss. Bei vielen anderen Shampoos oder Lotionen ist die Wiederholung der Behandlung nach 7 bis 9 Tagen notwendig, um dann auch die nachgeschlüpften Läuse zu erwischen. Ein weiterer Vorteil von Licener ist die Effektivität: Statt langer Einwirkzeiten von 8 Stunden und mehr wirkt es innerhalb von 10 Minuten. Danach wird es einfach wieder ausgewaschen und pflegt zusätzlich sogar die Haare. Auch hier kann man anschließend die abgetöteten Läuse und Nissen mit einem Läusekamm aus dem Haar kämmen.

 

Chemisch wirkende Mittel

Chemisch wirkende Präparate sind Insektizide. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um toxisch (giftig) auf das Nervensystem einwirkende Anti-Kopflaus-Mittel.  Die Wirkstoffe Allethrin, Permethrin oder Pyrethrum sind dafür verantwortlich, dass die Läuse zunächst bewegungsunfähig werden und dann innerhalb von etwa 30 Minuten sterben. Chemische Mittel werden bei der Läuse-Behandlung nicht mehr so häufig eingesetzt, da es mittlerweile Methoden gibt, die für den Menschen schonender sind. Enthalten diese Mittel Alkohol besteht zusätzlich noch das Risiko, dass die Haare dadurch leichter entflammbar sind. Offenes Feuer, zum Beispiel durch Rauchen oder aber auch einen defekter Fön, sollten unbedingt vermieden werden. Wegen dieser und anderer Bedenken hinsichtlich der Wirkung auf den Menschen, werden solche Mittel daher immer häufiger von Fachleuten kritisch bewertet. Auch besteht die Vermutung, dass die Kopfläuse Resistenzen gegen die Wirkstoffe bilden und diese damit wirkungslos werden.